...und was wäre ohne Fuchswochen?
Nach unserem Artikel über die aktuellen "Fuchswochen" haben wir starke Reaktionen
erhalten.
"Das wusste ich alles überhaupt nicht!" und "Was kann man denn dagegen
tun?" waren die häufigsten Fragen.
Worum geht´s nochmal?
Wir haben dargestellt, dass die angeblichen Gründe für die Fuchsjagd (übermäßiger
Bestand, Gefahr fürs Ökosystem, Verbreitung von Krankheiten...) einer
sachlichen Überprüfung nicht standhalten. Stattdessen handelt es sich um
ein "Gewohnheitsrecht", das vielen Jägern offenbar einfach Spaß macht. Im
Vergleich zur Jagd auf andere Tiere wird die Fuchsjagd mit einem Hass auf
"das Raubzeug" betrieben, die zu unglaublichen und unnötigen Grausamkeiten
führt. Füchse werden verteufelt und mit allen Mitteln bekämpft (Baujagd,
Tötung von Welpen, Fallenjagd, Tötung durch Jagdhunde, Erschlagen...), Hunde
an lebenden Füchsen in Gefangenschaft abgerichtet (Schliefanlagen). Die Anzahl
kontrolliert man damit genauso wenig wie beim Waschbär, im Gegenteil:
Diese Bejagung führt zu einem hohen Anteil an Jungtieren (Lebenserwartung
in Deutschland: unter 2 Jahre!) ohne stabile Sozialstruktur. Der hohe Anteil erkrankter
Füchse (Räude, Fuchsbandwurm) wird dann als Argument für noch
mehr Abschüsse verwendet.
Nicht zuletzt gefährden diese Jagden auch Unbeteiligte.
Füchse sind fühlende, intelligente und faszinierende Lebewesen mit wichtigen
ökologischen Funktionen.
Ihre Bejagung als "Sport" muss beendet werden! Selbst ein völliger Jagdstopp
wie in Luxemburg seit 2015 ist denkbar.
Was können wir konkret tun?
Schritt 1: Macht euch selbst ein Bild! Folgende Organisationen informieren z.B.
zu diesem Thema:
Aktionsbündnis Fuchs (mehrere BUND Verbände sind Unterstützer)
Wildtierschutz Deutschland
Der Youtube Tierarzt zu Fuchsjagd:
Das ist legal?
Schritt 2: Verbreitet euer Wissen!
Verlinkt die Seiten, Fotos und Videos, sprecht in eurer Umgebung darüber, gerade
JETZT.
Beim Aktionsbündnis Fuchs findet ihr Infomaterialien und wissenschaftliche
Studien und Quellen!
Dort gibt es auch Hilfe zur Erstellung von Infoständen und zur Organisation von
Demos/ Teilnahme.
Schritt 3: Druck aufbauen. Die Politik muss wissen, dass die Mehrheit diesen
"Elitesport" ablehnt.
Schreibt an Zeitungen, Behörden und eure Abgeordneten, sprecht Gemeindevertreter
an, nutzt Petitionen!
Nicht zuletzt: Spenden sind wichtig und auch mit wenig Zeit möglich.
DieextremeVerfolgungundTötungderFüchsemitanschließenderEntsorgungistsinnlos,
grausamundnichtvereinbarmitdemTierschutzgesetz.
Der Vorstand

Die "Strecke" aus toten Füchsen nach einer großen Jagd. Bei weitem nicht alle
diese Tiere waren sofort tot.
Foto: Aktionsbündnis Fuchs, Bianka und Sandro Pelli
